Gemeinsames
Positionspapier und Vorschläge der Gemeinschaft der deutschen Vogelzüchter-
Vereine/Verbände
Expertengespräch
zu Fragen der Vogelhaltung und Vogelzucht
Antworten
und Reaktionen der Bundestagsfraktionen
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Antworten und Reaktionen der Bundestagsfraktionen |
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Gemeinschaft der deutschen Voqelzüchter-Vereine/-Verbände
AZ - DKB - VZE - DSV - ICC - TLV - VZI
Antworten und Reaktionen der Bundestagsfraktionen
von CDU - SPD - BÜNDNIS 90/DDB GRÜNEN - FDP und DIE LINKE auf
unsere Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl am 27. September
Mitte Mai diesen Jahres haben wir, zusammen mit einem Anschreiben, einem
Vorspann zu den Wahlprüfsteinen und unserem gemeinsamen Positionspapier,
die Bundestagsfraktionen angeschrieben und um Beantwortung unserer Fragen
gebeten.
Die Wahlprüfsteine und das Positionspapier wurden innerhalb
der Gemeinschaft der deutschen Vogelzüchterorganisationen (AZ - DKB
- VZE - D S V - ICC - TLV - VZI) abgestimmt.
Vorsichtige Wertung und Einschätzung der erhaltenen Antworten
Alle fünf Antwortschreiben unterstreichen die Wichtigkeit und Notwendigkeit
unserer Arbeit und des ehrenamtlichen Engagements, ebenso wie die gemeinsame
Verantwortung für den Tier- und Artenschutz. Alle eingegangenen Antworten
machen eindruckvoll deutlich, dass die Positionierung und gemeinsamen
Aktivitäten der deutschen Vogelzüchterverbände als wichtiger
Beitrag für die weitere parlamentarische Bearbeitung dieser Fragestellungen
in den Bundestagsfraktionen gesehen wird.
Wir haben die Zusagen zu einer weiteren Zusammenarbeit erhalten, auf
die wir uns nach der Bundestagswahl alsbald beziehen werden, um Bewegung
in die Bearbeitung unserer Anliegen zu bekommen.
Während die Antwortschreiben von CDU und FDP sehr allgemein gehalten
sind und auf die einzelnen Fragen direkt nicht eingehen, nehmen die Antworten
von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE zu den jeweiligen
Fragen Stellung.
- Die CDU bittet um Verständnis derzeit nicht auf Details
unseres Positionspapiers eingehen zu können, will aber unsere Vorschläge
in ihre weitere Arbeit mit einbeziehen.
- Die FDP unterstützt eine stärkere Freiwilligkeit
zwischen Natur und Mensch. Sie spricht von Naturnutzern und Einbindung
der hohen Fachkompetenz der Vogelzüchterverbände
- Die SPD hält das Engagement der Vereine und Verbände
im Bereich der Tierhaltung und des Tierschutzes für notwendig und
will die Rahmenbedingungen und finanzielle Unterstützung für
Ehrenamtliche verbessern. Sie hält die Mitwirkung und Einbeziehung
des Spezialwissens und der Kompetenz der Verbände für notwendig,
setzt sich darüber hinaus dafür ein, dass auf überzogene
Vorschriften verzichtet werden soll. Sie sieht durchaus Möglichkeiten,
Aufgaben an die Vogelzuchtverbände zu übertragen. Ein gefordertes
Heimtiergesetz, was auf den gesetzlichen Vorgaben beruht, aber auf die
Bedürfnisse der Verbände Rücksicht nimmt und Fragen der
privaten Tierhaltung regeln könnte, wird weiterhin angestrebt.
Darüber hinaus ist unser Positionspapier an den Tierschutzbeauftragten
der Fraktion und den Gesprächskreis Landwirtschaft weitergeleitet
worden um weitergehende Gespräche zu führen.
- BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN geht es vorrangig darum,
den Schutz der Tiere zu verbessern und die Rechte der Tiere zu stärken.
Sie verweisen auf das erfolgte Expertengespräch vom 8. Juni in
Berlin. Sie sehen die wichtigste Aufgabe und Verantwortung der Verbände
darin, die tier- und artenschutzrechtlichen Vorschriften umzusetzen,
auch bei Vogelbörsen und Ausstellungen, einschließlich der
Sicherstellung der vorgeschriebenen Kennzeichnung der Vögel. Sie
setzen sich dafür ein, die Kennzeichnung künftig durch einen
einzigen einheitlichen Ring (!?) umzusetzen. Sie sehen durchaus Möglichkeiten
uns Verbänden Aufgaben zu übertragen, die wir besser als staatliche
Behörden erledigen könnten.
- DIE LINKE sieht ein generelles Problem zwischen Tier- und
Artenschutz einerseits und der Tierhaltung zur Steigerung der Lebensqualität
andererseits. Sie setzt sich auch für ein Heimtiergesetz ein, ist
für eine Stärkung anerkannter Vereine und Verbände durch
die Einführung des Verbandsklagerechts. Sie unterstützt die
fachliche und auch politische Arbeit von Vereinen und Verbänden,
zumal die personellen und finanziellen Möglichkeiten der Behörden,
gerade auch im Veterinärwesen, sehr eingeschränkt sind. Darüber
hinaus sieht sie die Notwendigkeit, weitere Aufgaben an anerkannte Vereine
und Verbände zu übertragen und sie auch mit den dafür
notwendigen Rechten auszustatten.
Für die deutschen Vogelzüchterorganisationen
Klaus Weber, Sprecher der Gemeinschaft
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