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Verband zur Arterhaltung von Zier- / Wildgeflügel e. V. im BDRG
   

Gemeinsames Positionspapier und Vorschläge der Gemeinschaft der deutschen Vogelzüchter- Vereine/Verbände

Expertengespräch zu Fragen der Vogelhaltung und Vogelzucht

Antworten und Reaktionen der Bundestagsfraktionen


Unendlichen Geschichte

Noch einige Zeilen zur "Unendlichen Geschichte" im Kampf um die Anerkennung zur offiziellen Ausgabestelle von Kennzeichen nach
§ 11 der Bundesartenschutzverordnung

 
 
Der BDRG kämpft mit dem VZI schon seit 1998 um die Zulassung, konnte aber erst seit Mitte 2002 gewährleisten, alle, auch Nichtmitglieder mit der kompletten Palette an Ringen und Transponder zu beliefern. Daher hat der BDRG am 25. Juli 2002 diese Zulassung als ausgabeberechtigte Stelle für die Ausgabe von Kennzeichen nach der BartSchVo nochmals offiziell beantragt.
Diese Zulassung sollte im Rahmen der Novellierung. der BArtSchVO erfolgen.
Ein Besprechungstermin im BMU mit dem zuständigen Regierungsdirektor Herrn Adams fand am 25. Juli. 2002 statt.
Weitere umfangreiche Schriftstücke und Stellungnahmen wurden von Seiten der zuständigen Behörde (BMU Abteilung N ) notwendigerweise dazu eingefordert und von uns angefertigt. All dies führte dazu, dass die entsprechende Abteilung in dem ersten Entwurf zur Kennzeichnungsverordnung, neben den bisher ausgabeberechtigten Verbänden, dem ZZF (Zentralverband der zoologischen Fachhändler) und dem BNA (Bundesverband für Natur- und Artenschutz), auch den Bund Deutscher Rassegeflügel-züchter e.V., sowie den DKB (Deutscher Kanarien- und Vogelzüchter-Bund) mit aufgenommen wurde.
Zwischenzeitlich ist dieser <<(Anmerkung: offensichtlich der inzwischen durch Intervention geänderte Entwurf)>> in das ministerielle Beteiligungsverfahren weitergeleitet worden. Schließlich ist der Bundesrat wohl letztendliches Beschlussorgan.
Leider müssen wir zunehmend feststellen, das insbesondere durch den Bundesverband für Natur- und Artenschutz und dessen, seit Juni 2003 neu gewählten Präsidenten, dem früheren Kanzleramtsminister und BND Chef Herrn Schmidbauer MdB, massiv politischer Einfluss auf einige Vertreter der Bundesbehörden ausgeübt wird, mit dem Ziel die Aufnahme unseres Bundesverbandes und auch die des DKB zu verhindern.
Dies hat auch dazu geführt, dass erneut von uns schriftliche Erklärungen, über eigentlich schon abgeklärte Sachverhalte, an die zuständige Abteilung abgegeben werden mussten, zuletzt am 28. Juli. 2003.
Hintergrund für diese massiven Interventionen des neuen BNA Präsidenten sind ausschließlich verbandspolitische Machtstrukturen, die auch gegen unseren Bundesverband, sowie gerade gegen den DKB gerichtet sind, da der DKB als ehemaliges Gründungsmitglied des BNA, zusammen mit weiteren Bundesorganisationen, zum 31.12.2002 aus dem BNA ausgetreten ist.
Darüber hinaus spielen wahrscheinlich auch finanzielle Interessen des BNA eine Rolle, der derzeit mit seiner Tierkennzeichen GmbH nahezu konkurrenzlos die Artenschutzringe herstellt sowie Geschäfte mit seinen ringbeziehenden Teilverbänden tätigt und die Ringe überteuert, da nahezu konkurrenzlos, auch an "unsere Züchter" verkauft.
Am 11.08.03 erhielt ich die schriftliche Bestätigung, dass man sich entgegen dem ersten uns vorliegenden Entwurf, seitens des BMU nicht habe entschließen können, noch weitere Verbände in den jetzigen Referentenentwurf einzubeziehen. Dies, obwohl alle Vorraussetzungen des BDRG und des DKB erfüllt sind. In einem kurze Zeit vorher, durch den Präsident des DKB Herrn Klaus Weber mit Herrn Reg. Dir. Adams geführten Gespräch, war von einer Ablehnung noch überhaupt keine Rede. Herr Reg. Dir. Adams hielt sich bedeckt und erklärte Herrn Klaus Weber, dass noch keine abschließende Entscheidung gefallen sei.
Herrn Webers direkter Nachfrage, ob massiver politischer Druck und Einfluss von dem BNA Präsident Schmidtbauer MdB ausgeübt wird, hat Herr Adams nicht widersprochen, sondern indirekt bestätigt.
Es ist schon merkwürdig, dass es einem früheren Kanzleramtsminister und Chef des BND ganz augenscheinlich gelingt, massiv Einfluss auf die Ministerialbürokratie zu nehmen und er es offensichtlich erreicht, uns den BDRG und den DKB, aus einem ursprünglichen Entwurf wieder entfernen zu lassen.
Laut Herrn Regierungsdirektor Adams, seien es die Ländervertreter gewesen, die keine weiteren Verbände zulassen möchten. Dabei wäre der Hintergedanke, dass man bei den entsprechenden Behörden keine unterschiedlichen Formulare bei den Kennzeichnungsmeldungen erhält. Dies wäre aber durch ein einheitlich vorgegebenes Meldeformular seitens des Ministeriums recht einfach zu lösen.
Die Erfahrung zeigt, dass die Länderreferenten, die unmöglich über alle entsprechenden Sachverhalte eingehend informiert sein können, gerne den Vorschlägen des Bundesministeriums, sprich Herrn Regierungsdirektor Adams folgen.
Da es bei der Novellierung der BartSchVo noch Probleme in den Punkten der Greifvögelhybriden gibt, hätten wir noch etwas Zeit um die entsprechenden Meinungen zu ändern.
Hier erbaten wir im Namen unserer 300 000 Mitglieder die persönliche Unterstützung vieler hochrangiger Politkern die dem BDRG sehr nahe stehen.
Sollte dies alles zu keinem Erfolg führen, sehen wir uns gezwungen, diesen unglaublichen Vorgang der offensichtlichen Wettbewerbsverzerrung, auch notfalls durch den EU Kommissar Prodi überprüfen zu lassen.
Aber vielleicht können auch wir Züchter den verhältnismäßig wenigen Züchtern dieser Arten (siehe Liste) die Solidarität bekunden. Fragen wir doch alle mal persönlich beim
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Herrn Regierungsdirektor Adams
Heinrich-von-Stephan-Str. 1
53175 Bonn
nach, an was es denn nun liegt, dass der BDRG nicht zugelassen wird, obwohl er alle Voraussetzungen erfüllt. Mit der Bitte um Bearbeitung innerhalb von 4 Wochen, da die Erfahrung zeigt, dass ungeliebte Schreiben im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sehr schleppend beantwortet werden. Ein weiterer effektiver Weg wäre, wenn Sie mit dieser Kurzbeschreibung dieser "Unendlichen Geschichte" zu Ihrem politischen Vertreter gehen und ihn um die Unterstützung für unsere Ziergeflügelzüchter bitten.
Zeigen wir uns solidarisch und lassen den Briefkasten des BMU überlaufen!!!!!
Vielen Dank für ihre Unterstützung im Namen unserer betroffenen Züchter.
Thomas Zöller
BDRG - Geschäftsführer